Trick: Google+ für Google Apps Nutzer freischalten

Google Plus LogoOffiziell ist es zwar immer noch nicht möglich, mit einem Google Apps Account ein Profil bei Google+ anzulegen, aber über einen kurzen Umweg kann man diese Beschränkung in wenigen Schritten umgehen.

Dazu muss folgendes ausgeführt werden:

1. Schritt: Zuerst muss man sich in das Administrationsinterface der Domain einloggen, also unter https://www.google.com/a/domain.com (wobei domain.com für die jeweilige Domain des Apps-Kontos steht und das https nicht übersehen werden sollte).  Dort klickt man dann auf “Testen Sie Google Apps for Business kostenlos.

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2. Schritt: Auf der nächsten Seite muss man USA als Land auswählen. Dann klickt man auf Ja, kostenlose Testversion aktivieren. (Hinweis: Bitte den nächsten Schritt zuerst lesen, bevor ihr das angezeigte Formular ausfüllt).

Schritt 2 | Auf das Bild klicken, um es zu vergrößern

3. Schritt: Nun erscheint ein Formular. Dieses muss aber nicht ausgefüllt werden. Stattdessen klickt man einfach wieder auf Zurück.

Schritt 3 | Auf das Bild klicken, um es zu vergrößern

 

4. Schritt: Nun klickt man auf Organisation und Nutzer und anschließend auf Services. In der angezeigten Liste sucht man nach Google+ und aktiviert es. Dann erscheint ein Overlay, in welchem man auf Google+ aktivieren klickt. Ebenso sollte man Picasa Webalben aktivieren (falls dies nicht bereits der Fall ist). Die Änderungen bestätigt man mit einem Klick auf Änderungen speichern.

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Das war es auch schon. Nun kann man sich mit seinem Google Apps Account unter https://plus.google.com/ anmelden und Google+ ganz normal nutzen.

Lass mich das für dich googlen

Dieser Service ist  zwar schon etwas älter und vielen wird er schon bekannt sein, aber trotzdem ist er immer wieder erwähnenswert.

Eine lustige Art, andere darauf hinzuweisen, dass sie sich gewisse Informationen mit geringem Aufwand selbst “ergooglen” können, bietet lmgtfy.com (=Let me google that for you).

Dort gibt man in die Eingabezeile einfach den zu suchenden Begriff ein und klickt auf Google-Suche. Dann wird ein Link erstellt, den man den betreffenden Personen zusenden kann.

Wenn diese den Link öffnen, wird ihnen erklärt, wie man Google verwendet. Nice.

Beispiel: Unter folgendem Link wird einem erklärt, wie man nach dem Geburtsdatum von Bill Gates sucht.
http://lmgtfy.com/?q=Birthday+Bill+Gates+

RealLifeConnect – Interview mit Gründer Michael Ionita

RLC LogoLinking Social Spaces – das ist der Slogan von RealLifeConnect, einem österreichischen Startup-Unternehmen mit sehr viel Potential. RealLifeConnect (RLC) ermöglicht die Interaktion zwischen der Realität und der virtuellen Welt, indem Handlungen von Personen mittels Chipkarten direkt an die entsprechenden Social Media Profile weitergeleitet werden.

Im Interview mit Michael Ionita, dem Founder und Director von RealLifeConnect, erhalten wir einen kleinen Einblick hinter die Kulissen des Unternehmens und erfahren mehr über das Produkt.

Sead: Lieber Michi, du bist in der Wiener Social Media Szene seit einigen Jahren eine bekannte Persönlichkeit, hast sehr viele Facebook Apps für namhafte Kunden konzipiert und entwickelt. Im Mai hast du, gemeinsam mit deinem Co-Founder Jürgen Hoebarth, einen großen Schritt nach vorne gewagt und das Startup RealLifeConnect gegründet. Wie kam es dazu?

Michael: Wie du schon richtig anmerkst, kommen wir aus der Social Media Szene, genauer gesagt aus dem Social Software Development. Dabei geht es darum, soziale Netzwerke für Promotions, Gewinnspiele, Fotovotings oder ähnliches zu nutzen. Wir haben also überwiegend maßgeschneiderte Facebook-Apps für Kunden programmiert. Nach einer gewissen Zeit wurde das aber relativ mühsam, weil die Apps immer nach dem gleichen Schema aufgebaut waren. Irgendwie fehlte der letzte Schritt, etwas Neues. Wir haben uns dann überlegt, was könnte The Next Big Thing sein.

Sead: Und ihr seid schnell zu einem Ergebnis gekommen.

Michael: Ja, das könnte man so sagen. Uns war schnell klar, dass wir die NFC- und RFID-Technologie nutzen wollten, um soziale Interaktionen zu ermöglichen. Sprich, man sollte auch im echten Leben auf einfache Weise zeigen können, dass einem etwas gefällt, dass man gerade etwas einkauft, an einem Voting teilnimmt oder man sich auf einem Event befindet. All diese Dinge sollten in der virtuellen Welt, auf Social Networks, abgebildet werden. Zusammengefasst, das Ziel war es, Promotions im echten Leben zu machen und z.B. mit Facebook oder Twitter zu verlinken. Also eine Verbindung zwischen der Realität und der virtuellen Welt – deshalb auch Linking Social Spaces.

Im konkreten sieht das so aus, dass wir versuchen den Kreis von einem Shop oder Event zu Facebook und umgekehrt zu schließen. Damit möchten wir sozusagen den Return On Investment steigern, denn die meisten Unternehmen haben zwar sehr viele Facebook-Fans, wissen aber nicht, was sie mit ihnen machen sollen. Wir wollen die Fans also dazu animieren, mit dem Shop oder Event zu interagieren. Das kann man dann z.B. ideal mit einem Loyalty program oder einem Gewinnspiel kombinieren.

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iPhone 4S – Was kann es und warum gibt es kein iPhone 5?

iPhone 4S - Bildquelle: apple.comGestern wurde auf einer Keynote von Apple das iPhone 4S vorgestellt. Die Reaktionen auf das neue Gerät fallen sehr unterschiedlich aus. Eine kleine Enttäuschung lässt sich bei der Apple-Community aber nicht verbergen, die hohen Erwartungen konnten anscheinend nicht erfüllt werden. Viele hatten sich ein iPhone 5 und nicht ein iPhone 4S gewünscht. Andererseits ist es auch schon 16 Monate her, als das iPhone 4 auf den Markt kam – dies dürfte ein Mitgrund für die hohe Erwartungshaltung gewesen sein.

Einige Experten fragen sich zudem, was Apple in den vergangenen 16 Monaten getrieben hat.

Passend dazu gibt es hier eine kleine Auflistung der wichtigsten Neuerungen des neuen iPhones:

  • Performance: Das iPhone 4S enthält einen Dual Core A5 Chip, der schon im iPad 2 verbaut wurde. Auch die Grafikleistung wurde um einiges verbessert.
  • Akkulaufzeit: Trotz der besseren Performance, wurde die Akkulaufzeit drastisch verbessert. Bis zu acht Stunden Gesprächszeit sollen jetzt möglich sein.
  • Kamera: Im iPhone 4S wurde eine 8 Megapixel-Kamera verbaut, die mit Lichteinflüssen besser umgehen soll, als das iPhone 4. Zusätzlich kann man im Video-Modus jetzt Videos in HD-Qualität (1080p) aufnehmen.
  • iOS 5 und iCloud: Apple hat offensichtlich sehr viel Wert auf neue Software, anstatt auf Hardware-Updates gelegt. Mit iOS 5 kommt ein neues Betriebssystem mit vielen neuen (zugegeben kleineren) Features (iMessage, Notifications, etc) und auch die Wolke “iCloud”, mit welcher es möglich ist, seine Daten online abzulegen und kabellos mit allen Geräten zu synchronisieren. iOS 5 und iCloud wurden aber bereits im Juni auf der WWDC von Steve Jobs vorgestellt und war somit gestern eigentlich keine Neuigkeit.
  • Siri: Das wahrscheinlich Beste an der gestrigen Keynote war die Vorstellung des persönlichen Assistenten Siri. Siri ermöglicht es, dem iPhone mit Sprachkommandos Befehle zu geben. Man sagt z.B. “Stell’ den Wecker auf 6 Uhr”, “Wie ist das Wetter morgen?” oder “Wo gibt es ein griechisches Restaurant in der Nähe” und das iPhone führt die Kommandos aus bzw. beantwortet die Fragen. Dieses Feature könnte eine völlig neue User Experience mit sich bringen, vorausgesetzt, es wurde gut umgesetzt und funktioniert flüssig.

Im Wesentlichen waren das auch schon die wichtigsten Neuigkeiten. Natürlich gibt es noch weitere neue Features/Änderungen (z.B. verbesserte Antenne, etc.), aber etwas wirklich Bahnbrechendes ist nicht mehr dabei.

Kritikpunkte

Wie man der Auflistung der neuen Features entnehmen kann, halten sich die Innovationen in Grenzen. Dass das neue iPhone einen neuen Prozessor verpasst bekommt, war ohnehin klar, alles andere wäre merkwürdig gewesen. Das Design des Geräts hat sich zum iPhone 4 leider nicht geändert. Abmessungen, Displaygröße und Formfaktor sind gleich geblieben, das Gerät ist auch nicht dünner und nicht wesentlich leichter als sein Vorgänger. Insofern ist die Bezeichnung 4S wohl gerechtfertigt.

Bezüglich des persönlichen Assistenten Siri muss noch dazu gesagt werden, dass dies keine Eigenentwicklung von Apple ist, sondern Apple das Startup Siri und die entsprechende Technologie gekauft (und wahrscheinlich weiterentwickelt) hat – auch aus patentrechtlichen Gründen.

Kommt das iPhone 5? Warum 4S und nicht 5?

Viele hoffen immer noch darauf, dass bald ein stark erneuertes iPhone 5 auf den Markt kommt. Es spricht auch einiges dafür.

Apple hat mit dem iPhone 4S zwar wieder zur Konkurrenz aufgeholt und vielleicht auch etwas überholt, aber das wird über die nächsten Monate sicherlich nicht reichen, um der Spitzenreiter unter den Smartphones zu bleiben.

Seit dem Release des iPhone 4 sind 16 Monate vergangen. Das ist wahrlich viel Zeit und es ist sehr merkwürdig, dass es Apple in 16 Monaten nur soweit gebracht hat, das alte Modell etwas aufzufrischen. Das könnte aber wiederrum ein Indiz dafür sein, dass Apple eventuell mit dem eigentlichen iPhone 5 nicht fertig geworden ist und deshalb vorerst nur ein verbessertes iPhone 4S vorgestellt hat, bevor sie dann in den nächsten Monaten mit einem iPhone 5 den Smartphone-Markt wieder aufmischen.

Sollte dem nicht so sein, so riskiert Apple seine Vorreiterrolle in Sachen Smartphone-Innovationen zu verlieren – und dass können sie sich nicht leisten.

Das Warten und Hoffen auf ein runderneuertes iPhone 5 geht also weiter ^^